Belohnung, Pause und Lebeschön

Wednesday
,
26
.
August
2020

Klingt so banal. Doch habe ich in diesem knappen Monat vom Homeschooling gelernt, wie krass wichtig sie sind.

Pause, Belohnung und Lebeschön. Der Ausdruck Lebeschön habe ich von Uta Nimsgarn, und spricht für sich selbst was das bedeuetet.

Es brauchst sie oft, es braucht sie passend, und es braucht sie je nach getaner Arbeit auch lange. Und nicht für jedes Kind ist die Belohnung das Gleiche. Damit will ich sagen: Auris mag andere Belohnungen als Moyra, und Ruven. Und auch da gibt es verschiedene! Das klingt jetzt so banal...aber ich finds manchmal im ALltag recht tricky mit den 3 Kids, die Belohnungen und Pausen so zu machen, dass sie auch ankommen beim jeweiligen Kind. Dazu, dass die Fairness darin bei den Kindern erkennbar ist. Auri braucht an manchen Tagen fast keine Pause, schnuuuuuzt durch ihre Aufgaben wie eine Dampfwalze und fragt nache mehr! Da muss ich sie regelrecht zu Pausen motivieren, damit ihr Ehrgeiz nicht mit ihr durchbrennt und ein überhitztes Hirn zurücklässt dass sich erst durch Tränen wieder kühlen lässt. An anderen Tagen, oder manchmal auch 10 Minuten später, wer weiss das schon bei Auri, braucht sie Zeit zum Träumen.

Tjahaaa, auch das klingt jette nach "Waaaaas????, doch Auri ist ein Freigeist, sie braucht diese Ebenen, damit sie nachher wieder voll da ist, sie lockt sich sowieso aus, und das gibt dann nur Streit und Frustration. Was bringt das schon. Sie sieht so viele Dinge aus den anderen Dimensionen, sie hört soviel im Wind. Sie braucht diese Verbindung gelebt zu haben, sonst stumpft sie ab und wird roboterhaft. Ich lerne ihr damit umzugehen, und nicht ihre Gaben in ein Käfig zu sperren. Ich weiss ja selbst von mir, dass das nicht läuft. Klar, es gibt Zeiten wo sie im hier und jetzt in dieser Dimension sein muss. Und genau weil sie ihre "andere" Zeiten leben kann, hat sie dann auch keine Mühe mehr, voll da zu sein.

Wind fühlen und hören...Zeit haben.

Da merke ich in den wenigen Monaten seit sie nicht mehr in die Öffentliche geht einen enormen Unterschied in ihrer Ausgeglichenheit. Sie ist wieder offener, kommt mit ihren Gefühlen viel besser klar und auch das Verstehen von der Ansicht anderer Menschen. Tieren und Pflanzen, das fiel ihr immer leicht. Aber ihre Mitmenschen...da kam sie mit den komplexen und vielen Gefühlen gar nicht mehr mit. Weil sie zuwenig Zeit hatte um sich selbst zu fühlen, und ihrer eigenen Spiritualität nach zu gehen. Sie stumpfte mir ab, und war oft traurig und zum Teil sogar nach aussen hin cool, fast schon gefühlskalt. Innen drin war sie völlig verwirrt und verunsichert. DOch das zeigte sie nur noch mir und Simon. Weil sonst ist man angreifbar und verletzlich. Das hatte die kleine schnell für sich so geregelt. Was mich als Mutter sehr traurig machte, so abgeklärt mit 5/6 zu sein... Und es hat mir noch mehr die Augen geöffnet, warum es so viele Erwachsene gibt, die genau wie Auri seit 20, 30, 50 Jahren mit dieser Überzeugung durch die Welt gehen. Und wie es innen drin aussieht...

Zurück zum Homeschooling...

Eine Belohnung für sie ist also auch, sich schlichtweg Zeit zu nehmen wenn sie von Wesenheiten "gerufen" wird. Sobald sie "zurück" ist, setzt sie sich super wieder an ihre Arbeiten. Diese Möglichkeit schätze ich sehr an Homeschooling. Ja, der Tagesablauf ist schwerer zu planen. Ja, manchmal denke ich "grmmmpflkmpfstr* weil ich gerne meinem Plan folge, und weil doch jetzt dann das Mittagessen ansteht, und wir wollten doch noch weg und und und... Ich lerne viel, ich HABE viel zu Lernen. Vor allem in der Gelassenheit. Madonna. Mein Verschleiss an Sanbitter ist enorm, weil ich mir dann MEINE Belohnung hole, und das ist oft ein Sanbitter. Es gibt mir ein Gefühl von Freizeit, Sorgenfrei und Strandgefühl. Sich selbst immer Gutes zu tun...sauwichtig bei Homeschooling, finde ich.

Mein Trick 77 wenn ich wirklich einen Zeitplan einzuholen habe ist, Auri ein paar Minuten zu geben (ist ja nicht so, dass mir mit 3 Kindern, 1 Hund, 2 Katzen, Haushalt, Geschäft... langweilig werden würde...) dann lasse ich Musik ab. Laut, und ich beginne zu Tanzen. Pink (darum kennen meine Kinder das Wort "Fuck", weil sie wollen ja wissen was die Lady da so singt, doch auch das, wieder eine andere Geschichte) Zucchero, Tina Turner, Ed Sheeran... und dann machts fluuusch und alle tanzen mit. Immer. Sogar Fuchur. Das holt alle in den Körper, es ist mit Spass verbunden, die Laune und Energie hebt sich ins Positive und Intervallsport (heisst das so? Ich tauf das jetzt so, spontaner Intervallsport!) haben wir auch gemacht. Tadaaaaa! Und weiter gehts... Und für meine Kids fühlt es sich an wie eine Belohnung! Ich sag auch: "Das war cool, das hat mir richtig gut getan, und euch?" Ja, bitzeli Gehirnwäsche , oder netter gesagt "positives Verstärken" ist immer in der Erziehung dabei. Wer sagt der mache das nie, lügt meiner Meinung nach oder merkt es nicht. Jedes Mantra, jede Affirmation ist eine Art das Gehirn zu beeinflussen, und das soll es ja auch.

Eine andere Art der Belohnung ist ganz klar ein symbolisches Zeichen: Stempel! Bunt, süsse passende Motive, die ihre Leistung und Erfolg unterstreichen oder auch eine Arbeit als "Geschafft" abhacken. Sie lesen die Stempelfarbe und den Stempel aus, und wollen auch selber Stempeln. Was ich genial finde, weil sie geben sich die Anerkennung selbst. Finde ich cool! Es ist auch immer spannend für mich zu sehen welche Farbe sie auswählen (von der Farbpsychologie her) und welchen Stempel. Die Stempelwahl zeigt so schön, wie sie selbst ihre Leistung ehren. Biene: Das war fleissig von mir. Fuchs: ich bin schlau. Vogel: Das hat mir sehr gefallen, oder es war leicht für mich u.s.w

Superhelden Box, gibt es auch bei uns bald im Online Shop zu kaufen. Ist nämlich auch schön für andere Gelegenheiten wie Gefühlstagebuch, Ämtlilisten und Ähnlichem.

Ich könnte noch viel Schreiben, aber der Blogg ist jetzt schon genug lang.

Belohnungen, Motivation.... Tanzen, Kuscheln, Zeit für sich, TV-Serie, Stempel, etwas Knabbern, kleiner Ausflug, fertig mit der Arbeit....es gibt so viele Varianten. Und es lohnt sich, sie gesund, schlau-herzlich und individuell einzusetzen. So bleibt Kopf-Herz- Bauch gesund. So lernen sie auch für später ihre Arbeit gesund ein zu teilen, genug Pause und Lebeschön zu machen, und hasten nicht am Leben vorbei...und: Sie bringen Topleistung, weil sie es können und wollen. YEAH!

Auf ein ander Mal!

Sheila

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