Das hast du selbst gesagt!

Thursday
,
5
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November
2020

Ein Text über Zwischenmenschliches, Deckmäntel, Anerkennung und Reflektion. Es ist jetzt so wichtig, was du mitnimmst in die Ruhe des Winters, welche Samen du ruhen lässt damit sie dann im Frühling aufgehen.

"Das hast du selbst gesagt!"

Nein, habe ich nicht, doch das hast du anscheinend gehört oder so abgespeichert, was sehr viel darüber sagt wie du wirklich denkst. Über mich und dich.

Ein Beispiel:

"Ja, du bist anstrengend, das hast du ja selbst gesagt, dass du das sein kannst."

Nee, habe ich nicht, weil ich finde das nicht, und ich sage das ganz bestimmt nicht. Ich sage: "Es kann sein, dass du mich anstrengend finden wirst. Es gibt Menschen die finden mich sehr einfach, und solche die finden mich sehr kompliziert."

Mir passierte solche Verdrehungen in den letzten Jahren öfters, und ich weiss, dass ich da auch nicht die Einzige bin.

Anfangs ist da eine Sympathie, eine Anziehungskraft. Die Gespräche beginnen tiefer zu werden. ENDLICH ist da wer, der dich wertschätzt wie du bist! Wahrhaftigkeit, und deine Art zu Denken oder zu Fühlen liebt. Das ist so voller Gold, weil es so bleiben darf, obwohl sich vieles im Leben verändert. Das gibt es!

Öfters ist es aber auch anders. Solange es ihnen nützt, sprich es geht "für sie" und "um sie", ist alles klar. Eitler Sonnenschein. DU kennst das. Ich glaube sogar sehr gut, kennst du das, nicht wahr?

Dann kommt was, was dir selbst nicht passt, und du sprichst es an, du erklärst auch warum, bleibst standhaft bei deinem Punkt weil dir das wichtig ist. Da scheitern schon viele, doch klappt auch noch öfters, die Kurve zu kriegen. Und dann, gehts nicht mehr "um" und "für" sie, sondern "um" und "für" dich. Du wünschst, forderst, willst etwas von ihnen. Hui WAAAS?!?! Wie anmassend!

Ach ja? Vorher wars aber okay, voll natürlich und absolut genial, wie du den Wissen, Achtsamkeit, Loyalität, Genauigkeit... für sie eingesetzt hast. Als es um sie ging, und nicht um dich?

Und blubb, bist du egoistisch, anstrengend, nicht reif, hast nur die Wahrheit nicht vertragen....

Und plötzlich heisst, nicht mehr huiiii, sondern pfui.

Auch öfters so, dass du es sogar ansprichst (Ist irgendetwas? Ich habe das Gefühl es hat sich was verändert), weil die Stimmung angespannt ist. Und dann: Matsch entscheidend: Die Reaktion darauf (mir ist selten passiert, das ich selbst darauf angesprochen wurde. Menschen reagieren lieber darauf, weil DANN dürfen sie ja AAAALLES sagen, weil du hast schliesslich gefragt! Ja, klar... Wie feige ist dass denn.) Jetzt achte auf seine/ihre Wortwahl, den Ton, und vor allem: Deine Intuition!

Lieber Mensch, liebe Menschin, wenn dir das auch passiert... reflektiere gut: Warum. Und die Antwort ist nicht immer: DU machst das selbst mit anderen, oder du hast einfach den Spiegel vorbehalten bekommen. Kann sein. Muss nicht.

Sondern vielleicht geht es darum, dass du zu solchen Energien/Menschen/Situationen *Nein* sagst. Dass du dich nicht kleiner machst.

Weil sie älter (in diesem Leben oder was? ), gescheiter (in was, und wovon ist das abhängig, woran wird das gemessen?), schöner (Geschmacks- Zeit und Definitionsfrage), weiser (ach ja, reagieren weise Menschen für dich herablassend), verletzend im Namen der Ehrlichkeit (kommt ja immer auf die Wortwahl an, also hör gut zu ob diese Person über dich, oder zu sich selbst spricht) und als ob sie mehr wüssten übers Leben als du?), gebildeter (in was, und ist das bezeichnend fürs "mehr wert sein"?) als du?

Lieber Mensch, die Zeiten sind herausfordernd. Ähnlich wie nachdem der Schnee schmilzt, und überall Hundehaufen auftauchen, weil es Menschen gibt, die ihn nicht auflesen weils der schöne Schnee überdeckt, es niemand sieht, es zu anstrengend ist in den kalten Schnee zu greifen...). Nimm diese Zeit nicht als stinkender Spaziergang, sondern als Reflektion ob du deinen Werten, deiner Lebensansicht, deinem Sein treu geblieben bist. Frag dich, ob du was sagen würdest wenn du, bildlich wie auch wörtlich gesprochen, du etwas zu deinem Gegenüber sagen würdest, wenn er/sie den Hundehaufen von seinem Hund nicht aufnimmt. Vielleicht tut er/es mit Humor ab, wenn du nicht lachst bist du verklemmt und spiessig. Vielleicht wird er/sie wütend, und sagt, dass er/sei schliesslich erwachsen sei und es überheblich sei von dir etwas zu sagen. Vielleicht sagt die andere Person nichts, ist aber sehr beleidigt, und überlässt es dir, die Stimmung und die Harmonie wieder herzustellen... du kennst solche Situationen, sie sind alltäglich. Wann sagst du wem was, und wie. Und warum. Wann ist es dir genug wichtig dafür einzustehen egal welche Konsequenzen es hat, und wann gehst du nach dem Sinne "Schwamm drüber".

Hör gut hin, wenn Anschuldigungen und Verletzungen kommen. Vor allem zu denen, die unter dem Deckmantel der Wahrheit, Liebe, Authentizität.... kommen.  Auch Sätze wie: "Ich danke dir für die wunderbare Zeit die wir miteinander hatten" , kann echt oder falsch sein. Weil sie bedeuten uns so viel, und sind ein wunderbarer Herd für Manipulationen durch Herablassung vom Feinsten.

Du fühlst es in deinem Solar, oder in deinem Bauch was echt ist und was nicht.

Wie du das umgehen kannst? Gar nicht. Es ist schlichtweg ein ausprobieren, wie dein Gegenüber wirklich ist. Und das kannst du nur, indem du offen gegenüber Menschen bleibst, und nach deinen Werten lebst. Anerkennung ist etwas wundervolles. Sie zählt jedoch leider nicht so gesund, wenn dir die von aussen wichtiger ist, als die, die du zu dir selbst hast. Ein feiner Grad zwischen Selbstliebe und Narzissmus, doch du wirst das Kind schon schaukeln.

Ich habe gelernt, dass es mich nicht traurig zu machen hat. Die Antworten zu Menschen kommen einfach immer schneller, weil ich immer mehr zu mir und meinen Werten stehe. Und teile mein Leben mit jenen, die es lebenswert machen. Die wertvoll für mich sind, und für jene ich wertvoll sein darf. Schon oft dachte ich mir, es wäre besser mich völlig zurück zu ziehen. Auch das kennst du, nicht wahr? Doch das bin ich nicht, dann bin ich kurz im Opfer. Denn ich bin ein Herdentier. Nur nicht zu jeder Bedingung. Ich bin keineswegs bereit auf meine wichtigsten Werte, Fähigkeiten und Gaben zu verzichten, um einen scheinheiligen Frieden zu wahren damit ich nicht alleine bin.

Das ist MEIN Weg, und der mag krass sein für dich. Das muss nicht deiner sein. Dieser Text ist da, um für dich selbst zu reflektieren was DIR wichtig ist.

Es ist wie beim Film "Grindelwalds Verbrechen". Ein genialer Film zu all diesen angeschnittenen Themen. Weil das Grosse beginnt im Klitzekleinen.

Bis bald

Sheila

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