Das muntere Bächlein

Friday
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5
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February
2021

Ein kurzes, philosophisches Märchen

Freudig hüpfte das Bächlein abenteuerlustig über die Steine und genoss jede Stromschnelle, jeden Wirbel, jede kleine Einbuchtung im Bachbeet… Es haschte nach den Schmetterlingen, streichelte und stupste die Fische und die Krebschen, und erschreckte mit jedem Spritzer die Wasserläufer. Es grüsste die Nymphen am Ufer und suchte ständig einen Blick auf die Feen im Moos zu erhaschen. Mit den Menschenkindern spielte es am liebsten, weil die seinem Wesen glichen und sie ihre Liebe zu ihm so schön zeigten, quietschten und überhaupt die tollsten Ideen mit einbrachten, die sein Weg noch spannender machten!

Zzzz, meinte ein anderes Bächlein, welches recht gradlinig vor sich hinfloss. Das kommt nicht gut, das wird sich verzetteln und dann versickern.

Ein anderes, welches gemächlich vor sich hin flupperte meinte: Uiuiui, das kommt nicht gut, das eilt viel zu sehr, und wird sich für den falschen Weg entscheiden, es wird sich verrennen. Das wird’s nicht lang machen, dem wird die Puste ausgehen.

Ein anderes zischte, wie eingebildet dieses Bächlein doch war, es wäre lächerlich wie es sich profilieren müsse mit seiner Sprudelhaftigkeit und seiner Lässigkeit. Es würde nicht lange gut gehen. Hochmut komme vor dem Fall.

Wieder ein anderes nörgelte, es sei einfach kindisch sich dermassen gehen zu lassen. Ein bisschen Lebhaftigkeit sei ja gut und schön, doch schliesslich sei es immerhin aus einer Quelle entsprungen und würde ins Meer fliessen, da solle es doch bitte etwas mehr Würde an den Tag legen. Aber das würde es dann schon noch merken, wie unwichtig es selbst sei, wenn es erst in den grossen Bach münde, dann sähe es dann schon, dass es nur ein kleiner Tropfen sei im Grossen Ganzen.

Und unser Bächlein? Was meinte es denn zu all dem?

Nix. Es hörte oft gar nicht hin. Wenn es Freude teilen konnte, dann freute es sich, wenns wieder ging war es auch gut. Hinter jeder Schnelle kam ein neues Abenteuer, hinter jeder Biegung ein neuer Abschnitt. Es floss, es lebte und genoss was zu geniessen war, den Rest liess es schnell hinter sich. Es war ein sehr glückliches Bächlein, welches sich aufgeregt dem Bach anschloss, ohne sich selbst zu verlieren, welches dann munter in den Fluss einkehrte um sich dann genüsslich einem neuen Abenteuer, dem Meer zu schenken, und sich dann dem neuen Kreislauf hinzugeben.

Auf seinem ganzen Weg hat es einige Tropfen, Schlucke, Kubikmeter verloren, dazu gewonnen und gewandelt. Es war nie dasselbe, und doch blieb es sich selbst.

So erzählte es der grosse Wal der grossen Schildkröte, die darauf nickte und grinste.

Bis bald

Sheila

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