Im Körper sein

Friday
,
6
.
November
2020

Philosophische Gedanken meinerseits und Denkanstösse

Vielleicht hat man dir auch schon gesagt, oder du selbst hast es gefühlt, dass du nicht wirklich im Körper bist.

Doch was bedeutet das genau, und von welchem Körper ist da gleich die Rede...?

Jeder Mensch bringt verschiedene Talente und Fähigkeiten mit. Dass man nicht bei allem gleich "begabt" sein kann sind sich wohl alle einig. Das nicht jeder gleich gut Schwimmen kann, wortgewandt oder beim Singen den vorgegebenen Ton treffen kann, da streitet sich auch niemand darüber. Mathe hat auch viele Kapitel, und nicht jemand liegen alle davon

Doch "Du musst im Körper sein" sind die Ansprüche dazu bei vielen das gleichen, sonst bist du nicht gesund unterwegs, zu abgehoben, oder was auch immer. Kann passen. Aber nicht allgemein, das finde Quatsch.

Ich finde wichtig, dass jemand fühlt WIE er/sie sich in seinem Körper zu Hause fühlt. Nicht nur der Umstand selbst, sondern die Art und Weise. Dazu kommt noch, finde ich, dass es viele Arten von Körpern gibt. Auch energetische. Aurakörper und all die "dazugehörenden" Namen. Das Argument "Ja, aber du bist Mensch, und dazu gehört der Körper", finde ich sehr befremdend, weil das ist ja klar. Doch wer hat dir zu sagen, was die richtige Fähigkeit dazu ist, wie man sich im Körper zu fühlen hat? Mensch sein bedeutet nicht nur Materie. Ich bin jemand, der findet das Körperliche sehr wichtig, das Materielle. Doch bin ich selbst auch nicht in allen Bereichen gleich begabt, auch körperlich nicht. Gleichgewicht, Sensorik, Sinnlichkeit, Wahrnehmung, Kraft....und es gibt noch viele Varianten mehr, was der menschliche Körper anbelangt. Warum machst du es abhängig von dem, was dir ein anderer Mensch sagt, WANN du wirklich in deinem Körper bist? Und ob dich das glücklich zu machen hat? Wieviel Prozent von deinem Sein soll das bitteschön ausmachen, und wer hat das zu bestimmen, damit es als gesund und bodenständig gilt? Was ist gesunde Routine, und was ist roboterhaft? Wer atmet regelmässig bewusst? Was ist mit einem Messer zu schneiden können, wo du definitiv im Körper sein musst, sonst verletzt du dich? Was ist, wenn du genial bist in der Sensorik, aber voll ne Niete im Gleichgewicht? Bist du dann weniger im Körper, als jemand, der ein super Gleichgewicht hat, aber nicht unterscheiden kann ob er einen Stein anfasst oder ein feines Schleifpapier? Warum?

Und was ist mit den Menschen, die dafür gemacht wurden von der Natur, dass sie unglaublich medial und feinfühlig sind? Können die genauso doll im Körper sein, wie jemand der 10 Kampf Profi ist? Müssen sie das können?

Wenn du merkst, dass du mehr im Körper sein musst, damit du glücklich und gesund bist, gehört es vielleicht zu deiner Lebensaufgabe, es zu lernen, zu Verbinden. Doch warum nimmst du dir gleich die Materie als Basis vor? Warum arbeitest du dann nicht zuerst in deinen verschiedenen Energiekörpern, lernst dich dort wohl und ganz zu fühlen, und tastest dich dann immer mehr zur Verdichtung deiner Energie hin, bis du schliesslich zum Körper kommst? Manche müssen mit dem materiellen Körper beginnen, manche eben mit dem ätherischen. Manche malen eine Mandala aus der Mitte heraus, manche beginnen aussen und kommen dann in die Mitte. Und auch da: Auch wenn du in der Mitte beginnst das Mandala zu malen, hast du doch zuerst einen Stein, ein Blatt, ein Boden, ein Fenster....als Rahmen/Grunde gewählt. Den musst du zuerst gewählt/erkennen, sonst kannst auch nicht beginnen. Also beginnst du vielleicht doch nicht ganz in der Mitte? Dann macht die Umgebung, die Stimmung, die Zeit, die Fertigkeiten, dein Selbstwert, die innere Freiheit, die Übung auch noch aus, ob du dein Mandala malen geniesst, und zuletzt schön findest. Oder sagt der wer anders, dass es so ist? Ob der Prozess gefühlsmässig schön, richtig und das Ergebnis als scheusslich/gut genug/richtig/phänomenal ist? Macht das was aus? Warum? Weil sie/er eine Ausbildung darin hat, oder du schön findest was er/sie für Mandalas malt?

Wer hat dir zu sagen, was richtig ist, damit du dich richtig fühlst? Wir alle sind eine Fülle an Jahrtausenden von Lebensjahren über verschiedene Inkarnationen, Wesenheiten, Planeten, Galaxien.... Du bist du, und es gibt natürlich verschiedene Werkzeuge um Techniken zu lernen. Doch wenn eines nicht geht, aber ein Mensch dir sagt so musst du es machen, und du übst und übst (wirklich, nicht nur so tun als ob) und es klappt nicht, warum zweifelst du dann an dir, anstatt dass du dir eine andere Technik suchst, die DEINER Natur entspricht? Oder du es einfach in dem Masse geniesst in der du fähig bist dazu bist? Es ganz sein lässt?

Was ist mit den Epileptikern? Den Autisten, jenen die Trisomie haben? Den Hochsensiblen? Sie alle haben ein anderes Körpergefühl und ein anderer Zugang zu ihrem Körper. DAS ist ja dann okay, weil die "gehören" ja schon in ein anerkanntes menschliches Kästchen. Was ist mit jenen die "noch nicht" in ein anerkanntes Kästchen gehören, dürfen die keine andere Körpereinsatzbereitschaft haben?

Warum soll es hochmütig sein zu sagen: Ich mache es so und so, das tut mir gut. Ich bin genial in dem und dem, einfach weil ich es kann, ohne es lange gelernt zu haben. Ich bin wunderschön. Warum soll das hochmütig sein? Warum ist nicht der- oder diejenige hochmütig die zu dir sagt: Nein, das bist du nicht. Das kannst du nicht. Das machst du falsch....? Er oder sie ist auch "nur" Mensch.

Und wer weiss, was in hundert Jahren ist... wer weiss was ist, falls offiziell und alltäglich Leben aus anderen Galaxien unter uns weilen? Oder wir bei ihnen? Das würde nicht verändern das wir Mensch sind. Doch der Blick, allgemeine Meinung, Überzeugung WIE wie ein vollständiger Mensch zu sein hat, würde sich vielleicht schon ändern...

Ich habe ganz klar eine Meinung, was für mich richtig ist. Da stehe ich auch fest dazu, bis mir jemand ein anderer Blickwinkel zeigt, den sich für mich auch/besser stimmig anfühlt. Ich möchte mit diesem Text nicht alle Regeln und Gesetze über den Haufen schmeissen, ich mag meine Kästchen die ich gefunden habe sehr. Weil es MEINE sind. Manche habe ich gelernt, manche habe ich erfahren, manche habe ich aufgeschnappt, abgeguckt, inspirieren lassen, erarbeitet, geschenkt bekommen oder von Anfang an gehabt.... Was mich dabei glücklich macht, auch wenn es happige Zeiten gibt, ist, das es MEINE sind. Für manche passen die auch, manche finden sie schwachsinnig, manche finden sie geniehaft, manche befremdend, überheblich, dumm, interessant, schräg, normal, liebenswürdig, revolutionär, ungebildet.... Das geht mir mit ihren Kästchen zum Teil auch so. Weil sie ihre eigenen haben. Ob sie auch damit glücklich sind, ist sehr unterschiedlich und nicht abhängig welche Kästchen es sind, sondern ob sie wirklich die ihrigen sind. Jene, die ich bei mir habe, im JETZT, sind MEINE. Sehr wahrscheinlich, dass sie sich verändern, meine stimmige Kästchen, weil ich mich auch verändere.

Bewertung und Verurteilung ist ein grosser Unterschied, und manchmal ein sehr zarter Grat.

Dieser Text schreibe ich, einfach um ein paar andere Blickwinkel in deine Gedanken zu leuchten. Wenn es nicht deine sind, brauchst du sie ja nicht zu nehmen. Wenn es anklingt, dann lohnt es sich vielleicht jenen Gedanken auf die Spur für DICH zu gehen.

Ich wünsche dir ein wundervolles neues Lebensjahr im Jahreskreislauf, als Mensch der du bist, mit deinem ganzes Sein. Auf dass du deinen Körper so liebst und lebst, mit allem was es/er/sie für dich bereithält.

Geniesse deine Fähigkeiten, deine Natur. Lerne sie kennen und lebe dein Leben.

Das Eichhörnchen und der Pinguin gingen zusammen ein Fisch im Nussknuspermantel essen weil sie das beide lieben, und weil sie so herrlich miteinander konnten. Danach ging das Eichhörnchen blitzschnell den Baum hinauf, sprach behände durch die Lüfte, was der Pinguin anerkennend beobachtete. "Wie flink und anmutig, wie mutig und frei! Schön habe ich so einen Freund", dachte sich der Pinguin. Dann watschelte der Pinguin gemütlich Richtung zu Hause, wobei er die Aussicht auf seine Umgebung genoss. Er sprang beherzt ins Wasser und tauchte elegant im Wasser ab. Das Eichhörnchen schaute dem Pinguin lächelnd und anerkennend hinterher. "Wie bewusst und genüsslich er durchs Leben geht, um dann in der nächsten Sekunde blitzeschnell im Wasser zu Tanzen! Schön habe ich so einen Freund." Punkt.

Bis bald

Sheila

weitere geschichten von Natascha

Achtsamkeit

Tuesday
,
22
.
September
2020

Was bedeutet das eigentlich? Ich hatte mich Früher nie mit solchen Dingen oder Wörtern auseinander gesetzt.

Rezept - Chili Con Carne

Monday
,
21
.
September
2020

Neu im Blog zu finden: Rezepte von Natascha. Der Start macht Chili Con Carne.

Gefühle

Friday
,
8
.
May
2020

Zusammen sind wir Stark! Aber auch Schwäche gehört zum Leben dazu. Und das man mal weinen muss, oder schreien gehört einfach dazu.

weitere geschichten von Sheila

Hallo alter Kumpel!

Thursday
,
25
.
February
2021

Manchmal ist die Frustration einfach da. Hallo alter Kumpel, auch wieder im Land?

Erhalte dir dein Licht, indem du es pflegst.

Wednesday
,
24
.
February
2021

Im Moment fühlen sich viele müde, traurig, ausgelaugt, gereizt... es fühlen sich schlichtweg viele nicht wirklich strahlend.

Das muntere Bächlein

Friday
,
5
.
February
2021

Ein kurzes, philosophisches Märchen