Unsere Meinung

Wednesday
,
7
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October
2020

Ein Text, der Simon und ich finden, das es gut ist es zu thematisieren, weil wir baff sind, ob der Reaktionen im Äusseren...

Es geht nicht um Mitleid erhaschen, nicht private Angelegenheiten durch zu Hecheln, sondern um zu Rütteln an steinalten Ansichten und Dogmen, von einem Tabuthema.

Simon und ich legen eine Beziehungspause ein. Wir finden das echt Klasse von uns. Wir empfinden das als stark, liebevoll, mutig, hoffnungsvoll, gesund, respektvoll und weise. Für uns, wie auch für unsere Kinder. Simon nimmt sich in der Nähe seinen eigenen Raum. Wir brauchen das alle, um Ruhe zu finden. Menschen die uns nahe stehen unterstützen uns. Sie kennen uns, kennen unsere Kinder, wissen wie wir miteinander umgehen, was wir alles erlebt und durchgestanden haben. Unsere Kinder gehen wundervoll damit um, weil sie wissen dass sie nicht der Grund sind. Weil sie sehen wie Simon und ich das angehen. Weil sie sich geliebt und aufgehoben fühlen.

Doch Himmel...wie sind wir baff ob der Reaktion von anderen. Ist die Welt in einem so "aufgeklärten" Land echt noch nicht weiter...?  Es teilt sich, wie fast immer, in 2 Lager. Die einte Seite, die gilt es einfach zu ignorieren: Schuld wird gesucht oder grad ausgeteilt. Dann Wut, ob dem "schnellen" aufgeben. Ratschläge, oder besser gesagt Anweisungen, was wir halt falsch gemacht haben in ihren Augen. Ganz voran natürlich das ich als Frau so viel gearbeitet habe. "Der arme Mann!" Das macht Simon und mich echt staunig. Simon liebt die Zeit mit seinen Kindern. Er würde sogar gerne noch mehr zu Hause sein. Wir haben genug Zeit zusammen, die wir schön gestalten können. Auch als Paar. Das ist es alles nicht. Und woran es liegt, das geht niemanden was an, das ist UNSERE Sache.

Das 2. Lager: "Wuiiii was?!? Du? Das hätte ich nie von dir gedacht, ich dachte das hätte man im Griff wenn man so arbeitet und lebt wie du." (Ja, auch uns kann das passieren, wir sind tatsächlich Menschen. Der Unterschied ist vielleicht, wie wir damit umgehen...)

Das kommt oft aber nicht feindlich, sondern ernüchtert von diesen Menschen. Und genau darum habe ich zusammen mit Simon beschlossen diesen Post zu schreiben. Die 2. Gruppe reagiert so, wegen den Menschen des 1. Lagers.

Scham. Versagen. Verurteilung. Schuld. Schuld. Schuld. Kein Selbstwert. Angst. All das schwingt bei ihnen mit. Ob sie selbst getrennt sind, verlassen wurden oder verlassen haben. Ob sie keine glückliche Ehe führen, oder gar keine, oder schon die 3. Egal. Immer schwingt das mit.

Wir möchten euch sagen, jenen die Leiden, sich schämen, sich verurteilt fühlen, sich selbst verurteilen oder sogar das Gefühl haben sie seien Versager: Hört nicht hin auf diese Stimmen. Ja, sie stehen laut vor dir, manchmal in menschlicher rechtschaffener Postur, manchmal als Geister in deinem Kopf.

Hör nur auf deine Stimme, die ganz innige im Licht. Die sagt dir nämlich: Alles ist gut, es ist Teil von deinem Weg in Liebe."

Das klingt schwülstig und nach 10 Punkte- Ratgeber? Sagt dir das dein Herz, oder sagt dir das dein Zweifel? Dein Sarkasmus der Verletztheit kaschiert?

Keiner lebt dein Leben, nur du. Du weisst, was du alles in deine Partnerschaft/Freundschaft/Beziehung gesteckt hast. Jeden Tag. Vielleicht Jahrelang. Da geht es nämlich nicht nur um Partnerschaft. Sondern auch um Freundschaft. Um die Beziehung zwischen Kind und Eltern und deren Eltern. Um Respekt. Liebe. Achtsamkeit. Hingabe. Mut. Flexibilität. Lebensfreude. Selbstwert.

Tut es weh? Scheisse ja. Ist es frustrierend, oh Ja! Natürlich tut es dir weh, wenn es dir noch wichtig ist, wenn du diese Menschen auf irgendeine Weise liebst, wenn du diesen Traum aufzugeben hast. Trennungswehe. Nachwehen. Wird es je wieder gut werden: Ganz sicher. Sobald du raus gehst aus der Schuldzuweisungen und dem Versagensgefühl, wird es dir schon erheblich besser gehen.

Weine wenn es raus muss, achte dass du nicht ins Opfer fällst. Weine, wenn der Stress dich überrollt, schäme dich nicht deswegen, auch wenn du siehst dass der andere dich gerade für schwach hält. PUSTEKUCHEN! Verletzlichkeit, Gefühl...Himmel, DU bist ein MENSCH! Es ist eine Stärke dazu zu stehen. Nicht um Mitleid zu bekommen, das ist dann nicht so gesund, aber wenn es raus muss, muss es raus! Sonst verklumpts, irgendwo in dir, das weisst du. Sei stolz auf deine Tränen, hebe deinen Kopf, sie zeigen dass du Gefühl hast und kein Roboter oder abgestumpft bist. Wenn es dir danach besser geht waren es gesunde Tränen. Wenn es dir danach schlechter geht bist du ins Opfer gefallen.

Fühl dich nicht schwach, weil du den Mut hast deinen Weg zu gehen. Fühl dich nicht als Versager, weil du tust alles um deine Familie gesund und glücklich halten zu können.

Es gibt so viele Wege des Glücks, mach sie nicht von Dogmen abhängig.

Deine Kinder sind glücklich wenn du es auch bist, und sie echte Liebe, Sicherheit und Klarheit von dir bekommen.

Eine Pause, eine Trennung... sie kann so viel Schönes für jeden bedeuten. Nimm dir Zeit um deine Wunden zu lecken damit sie heilen können, und geniesse dabei das was schön ist. Wir machen das so, und haben keine Ahnung was kommt. Aber das hätten wir auch nicht mit einem Plan, nicht wahr?

Manche sagen, liebevoll gemeint, "Hey, wie schade, ihr habt als so schöne Familie gewirkt." Liebe Menschen: Das ist echt, wir sind immer noch eine schöne Familie. Finden jedenfalls wir 5. Die Liebesbeziehung ist ein anderes Feld. Als Familie finden wir uns mega, und das wird bleiben. Ehrlich, herzlich, lebensmutig und lebensfroh.

Ich sage auf keinen Fall: Yeah, trennt euch, werdet frei Yubeee! Quatsch. Wenn du mehr schöne Zeiten erlebst als doofe, wenn du dir kein anderes Leben wünschst, auch wenn es mal schwer ist...hey, so schön! Geniesse es!

Doch wir wissen, dass es auch welche gibt, die sich nicht so fühlen. Und auch da: Ob du dich trennst oder nicht, das ist eure Entscheidung, und sie wird die richtige für dich sein.

Wir sagen nur: Wenn du in Trennung lebst: Lass dich nicht fertig machen weil du mutig bist deine Wahl zu treffen, deinen Weg gehst, egal ob selbstgewählt oder nicht. Du bist immer noch da, und prästierst deinen Alltag. Du stellst dich dem Leben, lebe es auch.... vorzugsweise in Liebe, finde ich.

Simon und ich wünschen dir Ruhe, Wärme, Frieden, Verständnis, Klarheit, Güte und Hoffnung oder Zuversicht.

Und wir wünschen uns das auch. Wir können nicht beeinflussen, wie unser weitläufiges Umfeld damit umgeht. Doch wie wir selbst und zueinander damit umgehen, und wie wir mit unseren Kindern und den uns lieben Menschen umgehen...das liegt nur bei uns.

Das ist unsere Meinung. Die muss nicht die Deinige sein.

Bis bald

Simon und Sheila

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